E-Books – Stirbt das klassische Buch aus?

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Vor ein Paar Jahren besaß höchstens der Großstadthipster oder der Technikfreak einen E-Reader, heute sieht das schon ganz anders aus. Immer mehr Menschen legen sich die handlichen Geräte zu und kaufen dementsprechend natürlich auch E-Books.

Was ist ein E-Book eigentlich?

E-Book ist die Kurzform für electronic book (elektronisches Buch). Dabei handelt es sich um die digitale Ausgabe eines Buches. Papier und Druckerpresse werden nicht mehr benötigt. Stattdessen liegt das Buch in Form von Daten vor, die überall und zu jeder Zeit herunterladen werden können – vorausgesetzt man hat Zugriff auf das Internet. Um ein E-Book lesen zu können, benötigt man nicht unbedingt einen E-Reader. Auch auf einem Smartphone oder Tablets können die elektronischen Versionen abgerufen werden. Da diese Geräte aber in der Regel viel Strom fressen und sich aufgrund ihrer Displays nicht zum langen Lesen eignen, sind E-Reader immer die bessere Alternative. Sie sind handlich, leicht und haben eine enorme Akkulaufzeit. Sobald ein Buch heruntergeladen wurde, kann auch ohne Internetzugang jederzeit darauf zugegriffen werden. E-Books liegen in verschiedenen Formaten vor. Das hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Eines der bekanntesten offenen Standardformate ist EPUB.
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Stirbt das E-Book nun aus?

In den USA haben E-Books in Windeseile den Markt erobert und zahlreiche Verlagshäuser damit in den Ruin getrieben. Immer mehr Buchläden sind von der Bildfläche verschwunden. Das Geschäft mit den E-Books boomt. In den deutschsprachigen Ländern geht die Entwicklung ein wenig gemächlicher voran. Hier lag der Marktanteil 2015 noch unter 5 Prozent. Von einem Aussterben des klassischen Buches kann also nicht die Rede sein. Andererseits geben Branchenkenner zu bedenken, dass das auch daran liegt, dass der Buchmarkt zu langsam reagiert hat und den Lesern einfach nicht genügend Lesestoff in digitaler Form zur Verfügung stellt, sie also gar nicht so viele Bücher kaufen konnten. Zudem gibt es in Deutschland die sogenannte Buchpreisbindung, sodass E-Books meist nur ein paar Cent günstiger sind als ihre gedruckten Gegenparts. In den USA oder in Großbritannien sind die elektronischen Ausgaben meist deutlich günstiger. Ob das klassische Buch tatsächlich aussterben wird, kann heute also noch nicht beantwortet werden. Das hängt auch vom Umgang des Buchmarktes mit der neuen Technologie ab.
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Vorteile und Nachteile von E-Book

E-Books bringen in der Tat viele Vorteile mit sich. In einem Gerät kann eine ganze Bibliothek untergebracht werden. Der Reader merkt sich auf welcher Seite Du stehen geblieben bist, sodass Du sofort an der richtigen Stelle wieder in das Abenteuer einsteigen kannst. Wenn der Akku allerdings leer ist, zum Beispiel auf einer langen Reise, dann kannst du auf keines Deiner tollen Bücher zugreifen. Hier punktet auf jeden Fall das klassische Buch. Darüber hinaus mögen viele Menschen es einfach ein echtes Buch aus Papier in der Hand zu halten. Wer viel und auch unterwegs gerne liest, für den ist ein E-Reader sicher eine gute Wahl. Außerdem kann so im Bücherregal Platz für andere Dinge geschaffen werden.
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