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Donnerstag, Juni 22, 2017

Diät & Ernährung

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Stoffwechsel – Welcher Stoffwechseltyp bin ich

Gerade wenn es um die Themen Fitness, Muskelaufbau oder Gewichtsreduzierung geht, kommt man nicht darum herum sich mit seinem Stoffwechsel zu beschäftigen. Grob unterteilt gibt es drei Stoffwechselstypen, den Mesomorph, Ektomorph und Endomorph. Doch was bedeutet das eigentlich und welcher Stoffwechseltyp bist Du?

Was ist ein Stoffwechseltyp?

Vorweg die schlechte Nachricht: Dein Stoffwechseltyp ist genetisch bedingt und kann nicht verändert werden. Wenn Du jedoch weißt, welcher Typ Du bist, kannst Du Deinen Körper besser verstehen und Ernährung und Training individuell darauf abstimmen. Jeder Stoffwechseltyp hat bestimmte Eigenschaften, wie zum Beispiel die Neigung zu schnellem Muskel- oder Fettaufbau. Im Folgenden stellen wir Dir die verschiedenen Stoffwechseltypen vor.

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Der Mesomorph

Menschen mit dem Stoffwechselstyp Mesmorph haben von Natur aus einen athletischen Körper. Bei körperlicher Betätigung neigen Sie dazu schnell weitere Muskelmasse aufzubauen. Der Körperfettanteil ist dabei eher gering, sodass die Muskeln wunderbar zur Geltung kommen. Markante Gesichtszüge und volles Haar sind weitere häufige Eigenschaften des Mesomorphen. Er hat eine normale Stoffwechselrate. Das bedeutet, dass er nicht zu schnell Fett ansetzt, bei regelmäßiger zu hoher Nahrungszufuhr aber trotzdem an Gewicht zulegt. Mit einer ausgewogenen Diät und ein wenig Sport kann der Mesomorph schnell Verbesserungen seiner Figur erreichen.

Der Ektomorph

Auch wenn manch einer es nicht glauben will, es gibt sie wirklich, diese Menschen, die so viel essen können, wie sie möchten und einfach nicht zunehmen. Der Ektomorph ist der hagere Stoffwechseltyp, dem es schwerfällt Muskelmasse aufzubauen oder Fett anzulegen. Er hat eine schlaksige Figur und einen besonders schnellen Stoffwechsel, der ihn rank und schlank hält, aber auch den Weg zum athletischen Körper erschwert. Eine besonders kalorienreiche Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel sind für diesen Stoffwechseltyp oftmals der einzige Weg, um Muskeln aufzubauen.

Der Endomorph

Der Endomorph ist das Pummelchen unter den Stoffwechseltypen. Aufgrund einer niedrigen Stoffwechselrate legt er schon an Gewicht zu, wenn er ein Stück Kuchen nur anschaut. Er ist oft relativ klein und hat eine breite Figur. Wenn der Endomorph Krafttraining betreibt, wird er allerdings am schnellsten Ergebnisse sehen, denn er kann rasend schnell Muskeln aufbauen. Die erhöhen dann auch die Stoffwechselrate und machen es leichter für Gewicht zu verlieren.

 

So findest Du Deinen Stoffwechseltyp heraus

Um herauszufinden welcher Stoffwechseltyp Du bist, gibt es verschiedene Wege. Am besten gehst Du einfach zu einem Sportmediziner und lässt dort deinen Stoffwechseltyp bestimmen. Dann kannst Du auf Nummer sicher gehen. Auf diversen Fitnessseiten im Internet gibt es aber auch sehr detaillierte Tests, mit denen Du dich einordnen lassen kannst.

Paleo – Essen wie in der Steinzeit

Die sogenannte Paleo Ernährung ist längst mehr als ein kurzlebiger Trend – die Steinzeiternährung ist zu einer wahren Bewegung geworden, die immer mehr Menschen begeistert. Doch was ist Paleo eigentlich ganz genau und was soll es bringen?

Wissenswertes über Paleo

Der Begriff Paleo ist an das Erdzeitalter Palaolithikum angelehnt. Befürworter der Ernährungsweise gehen davon aus, dass sich der Verdauungsapparat des Menschen seit der Steinzeit kaum weiterentwickelt hat, wir uns also genauso wie unsere Vorfahren ernähren müssten, um fit und gesund zu sein. Mit unseren Vorfahren ist der Jäger und Sammler gemeint, der sich hauptsächlich von Früchten und Fleisch ernährte. Ackerbau gab es zu dieser Zeit noch nicht. Getreide und Co. sind also tabu.

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Die Hauptbestandteile der Paleo-Ernährung

Natürlich stehen uns heute nicht mehr die gleichen Ressourcen zur Verfügung wie den Steinzeitmenschen im Palaolithikum. Deswegen kann Paleo nur eine Annäherung an diese ursprüngliche Ernährungsweise darstellen. Zu den wichtigsten Bestandteilen gehören Gemüse, Obst, Samen, Nüsse, Fleisch und Fisch sowie Eier. Nicht erlaubt sind Hülsenfrüchte, Getreide, Zucker, Milchprodukte und künstliche Zusatzstoffe. Wer sich nach Paleo ernähren möchte, muss sich wohl oder übel in die Küche stellen und wieder mit dem Kochen anfangen.

Die Vorteile von Paleo

Paleo bringt laut seiner Befürworter zahlreiche Vorteile mit sich. So ist diese Ernährungsweise die Grundlage für einen schlanken, fitten und gesunden Körper. Das Allgemeinbefinden verbessert sich, Verdauungsschwierigkeiten werden zunehmend weniger, Muskelaufbau wird vereinfacht und die Blutwerte verbessern sich. Tatsächlich berichten zahlreiche Menschen, die sich auf diese Weise ernähren, von einem verbesserten Allgemeinzustand. Doch woran liegt das? Die Theorie rund um die Paleo-Ernährung besagt, dass die neue westliche Ernährung nicht im Einklang mit unseren Genen und unserem Verdauungsstystem liegt. Sie fördert Zivilisationskrankheiten und lässt uns träge, dick und depressiv werden. Ackerbau und Viehzucht sind evolutionär gesehen relativ kurzfristig zurückliegende Errungenschaften. Unsere Körper hatten noch nicht die Möglichkeit sich darauf einzustellen.

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Ist Paleo für Dich geeignet?

Paleo bietet eine Alternative für alle, die mit Ihrer jetzigen Ernährungsform nicht zufrieden sind und bereit sind auf Fast Food zu verzichten. Kochen ist kein Staatsakt, sondern eher Gewohnheitssache. Wenn Du Dich also auf diese Weise ernähren möchtest, dann steht Dir meist nur der eigene Schweinehund im Weg. Manchmal kann es hilfreich sein, die Ernährungsumstellung gemeinsam mit einem Freund oder dem Partner zu wagen. So kann man gemeinsam kochen und sich gegenseitig anspornen. Weniger geeignet ist die Paleo-Ernährung für Vegetarier und Veganer, da ein Großteil der Kalorien über Fleisch und Eier zugeführt wird. Wer auf Fleisch verzichtet, benötigt in der Regel mehr Kohlenhydrate, um sich ausreichend zu ernähren, und die stecken nun mal in Getreide und Hülsenfrüchten, also genau den Lebensmitteln, die in der Paleo-Ernährung strengstens untersagt sind.

Saftfasten – Faste dich gesund

Bei Fitness-Gurus und Gesundheits-Fanatikern ist es in aller Munde: Das Saftfasten. Es soll den Körper entgiften und für neue Energie sorgen. Alle angesammelten Giftstoffe können in dieser Zeit abgebaut werden. Außerdem kannst Du viele leckere Saftkreationen ausprobieren, denn das Internet ist voll von köstlichen Rezepten.

So funktioniert das Saftfasten

Beim Saftfasten wird vollständig auf die Zufuhr fester Nahrung verzichtet. Die Kalorienaufnahme erfolgt allein über frisch gepresste Säfte. Dazu kann Wasser getrunken werden, häufig ist auch ungesüßter Tee erlaubt. Beim klassischen Saftfasten trinkt man täglich rund fünf bis siebenmal ein Glas frischen Saft. So kommst Du über den Tag auf etwa 750 Kilokalorien. Dadurch, dass dein Verdauungsapparat nicht belastet wird, kann Dein Körper die Vitamine und Nährstoffe aus den Obst- und Gemüsesäften besser aufnehmen. Deine Speicher können in dieser Zeit also ordentlich aufgetankt werden.
 
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Leckere Säfte selber machen

Um leckere Säfte selber zu machen, ist eine Saftpresse unabdinglich. Eine elektrische erleichtert die Arbeit ungemein. Zitrusfrüchte sind immer eine gute Wahl, da sie leicht ausgepresst werden können. Natürlich musst Du nicht jeden Saft selber pressen. In Supermärkten und Reformhäusern gibt es mittlerweile jede Menge frisch gepresster Obst- und Gemüsesäfte in Bioqualität. Achte darauf, dass die Säfte ohne Zusätze sind, um Deiner Entgiftung nicht entgegenzuwirken.
 
 

Für wen ist Saftfasten geeignet

Saftfasten ist für jeden geeignet, der einen guten Gesundheitszustand aufweist und kein Untergewicht hat. Auch Menschen mit Essstörungen sollten vom Saftfasten eher absehen. Durch die drastische Kalorienreduzierung wird der Körper nämlich auch an Gewicht verlieren. Dennoch ist Saftfasten keine Diät, denn die meisten verlorenen Kilos kommen nach der Fastenkur meist wieder zurück. Wer möchte kann das Fasten jedoch als Einstieg in eine Ernährungsumstellung wählen. Wenn Du noch nie gefastet hast, dann fang besser mit einer kurzen Zeitperiode von fünf bis sieben Tagen an. Länger als drei Wochen solltet Du nie fasten. Rechne damit, dass Du dich vor allem am Anfang müde, abgeschlagen und vor allem hungrig fühlen wirst. Nach ein paar Tagen stellt sich bei den meisten aber ein euphorischer, energiegeladener Zustand ein. Verzichte auch auf Alkohol, Zigaretten und Kaffee. Nur so kann Dein Körper wirklich entgiften. Wenn Du Bedenken oder gesundheitliche Probleme hast, dann sprich zuvor mit Deinem Arzt darüber. Fasten hat eine lange Tradition und wird Dir von Deinem Arzt nur ausgeredet werden, wenn es wirklich ein gesundheitliches Risiko gibt. Wenn Du gesund bist, steht dem allerdings nichts im Wege. Schwangere und stillende Frauen sollten jedoch von einer Fastenkur jeglicher Art absehen. Sie benötigen alle Ihre Energie, um das Kind zu versorgen.